3. Deine nächsten Schritte

Nimm nun Deine Checkliste Standortanalyse zur Hand und beschäftige Dich mit allen Punkten von oben nach unten. Wenn Du einen Punkt nicht brauchst (das hast Du in der Standortanalyse entschieden), überspringst Du ihn. Sobald Du einen Punkt erledigt hast, hakst Du ihn ab und gehst zum nächsten.

Du findest hier in der Statistik-Akademie Hilfe und Unterstützung zu den einzelnen Schritten. Auf dieser Seite sind die Materialien, die Dir dabei helfen können, aufgelistet und verlinkt. Da die Inhalte in der Statistik-Akademie regelmäßig ergänzt werden, verändert sich diese Liste auch immer wieder. Schau also auch später mal wieder hier vorbei um Deine weiteren Schritte zu planen und die passenden Hilfestellungen dazu zu finden.

Grundkenntnisse in der Statistiksoftware

Hast Du Dich noch nicht für eine Statistiksoftware entschiede, bzw. willst Du Dir erstmal einen Überblick verschaffen, welche Software für was geeignet ist, dann schau Dir dieses Video dazu an:

In der Mediathek findest Du anschließend unter “Umsetzung mit SPSS”, “Umsetzung mit R” und “Umsetzung mit DATAtab” eine Vielzahl an Softwaretutorials, in denen ich Dir an Beispieldaten zeige, wie die unterschiedlichen Analysen mit der jeweiligen Stoftware durchzuführen sind. Du findest sie alle alphabetisch eingeordnet in der Mediathek.

Außerdem gibt es dort auch einige Anleitungen zu technischen Tricks, wie z.B. Daten umformatieren mit SPSS oder mit R, Erstellen von Quartilen als Kategorien mit SPSS oder auch die Erstellung von Abbildungen in R mittels ggplot2 oder die Verwendung von RMarkdown für Reports mit R.

Für den Einstieg in die Statistiksoftware R, der meiner Erfahrung nach etwas schwieriger sein kann, findest Du außerdem einen Selbstlernkurs, den Du extra buchen kannst. Hier findest Du die ausführlichen Infos dazu (hier klicken). Außerdem lohnt es sich bei Fragen und Problemen mit R auch immer das Problem auf Englisch zu googlen. Sehr oft findet man dann einen passenden Foreneintrag oder ein Video oder einen Blogartikel, in dem die Lösung des Problems verständlich erklärt wird.

Die Software DATAtab ist so leicht und selbsterklärend, dass Du dort keinen allgemeinen Einstiegskurs benötigst, sondern einfach mit Deinen Daten und den oben genannten Anleitungen für die einzelnen Methoden loslegen kannst.

Für SPSS gilt das Gleiche. Ein allgemeiner Einstieg ist hier nicht schwierig. Komplizierter wird es dann, zu wissen, wo alles zu finden ist und wie die einzelnen Methoden funktionieren, da SPSS eine sehr große Auswahl an Methoden und Einstellungsmöglichkeiten hat. Die Anleitungen dazu findest Du wie oben beschrieben in der Mediathek unter “Umsetzung mit SPSS”.

Datencheck

Bevor Du den Datencheck rechnest, prüfst Du erstmal, ob Du die Daten überhaupt richtig eingegeben hast. Dazu findest Du hier eine kurze Anleitung:

Im Datencheck selbst untersuchst Du jede Variable in Deinem Datensatz für sich und zwar mit passenden deskriptiven Methoden, abhängig vom Messniveau der jeweiligen Variablen (Variablentyp). Für kategoriale Variablen berechnest Du Häufigkeitstabellen, für metrische Variablen Minimum und Maximum und eventuell noch ein Lage- und Streumaß wie Mittelwert, Median und Standardabweichung, Interquartilsbereich.

Wenn Du noch nicht sicher bist, um welche Variablentypen es sich bei Deinen einzelnen Variablen handelt, dann schau Dir dieses Video dazu an:

    Willst Du Dich ausführlicher mit dem Thema Datenbereinigung und -vorbereitung, insbesondere mit der SPSS-Syntax beschäftigen, dann schau Dir das Seminar von Georg Maubach an:

    Sollten während Deines Datenchecks Themen wie “fehlende Werte” oder “Ausreißer” auftauchen, dann helfen Dir die folgenden Materialien weiter:

    Stichprobenbeschreibung

    Für die Stichprobenbeschreibung entscheidest Du zunächst, welche Merkmale hier relevant sind. Das hängt ab von der Art Deiner Untersuchungsobjekte, Deinem Fachbereich und Deiner Forschungsfrage. Wenn Du beispielsweise mit Personen arbeitet wirst Du meist zumindest Geschlecht und Alter berichtet. Es kann aber sein, dass außerdem der sozioökonomische Status, die Berufserfahrung oder das Bundesland relevant sind. Umgekehrt kann es auch sein, dass Geschlecht nicht relevant ist, weil sich Deine Fragestellung sowieso nur auf Frauen bezieht. Wenn Du als Untersuchungsobjekt Unternehmen hast, könnte die Unternehmensgröße gemessen als Anzahl der Mitarbeiter und die Branche für die Stichprobenbeschreibung in Frage kommen.

    Diese ausgewählten Merkmale untersuchst Du nun deskriptiv, um damit Deine Stichprobe zu beschreiben. Je nach Variablentyp verwendest Du die passenden deskriptiven Methoden dazu. Bist Du noch nicht sicher, um welchen Variablentyp es sich jeweils handelt, dann schau Dir nochmal dieses Video an:

    Die passenden Methoden für die verschiedenen Variablentypen und auch die Kombination von Variablen findest Du hier in den einzelnen Materialien (hier sind auch schon Methoden der schließenden Statistik enthalten, die brauchst Du für die Stichprobenbeschreibung normalerweise noch nicht):

    Deskriptive Analyse

    Nun startest Du mit der Untersuchung Deiner Forschungsfragen und untersuchst dazu die Dich interessierenden Unterschiede oder Zusammenhänge zunächst deskriptiv. Dazu verwendest Du die deskriptiven Analysen in Zahlen und erstellst die passenden Abbildungen. Häufig arbeitest Du jetzt schon mit Kombinationen von Variablen, also untersuchst zum Beispiel eine Variable gruppiert nach einer anderen Variablen, oder eine Variable im Zeitverlauf oder den Zusammenhang zwischen zwei Variablen. Ganz nach Formulierung Deiner Fragestellungen und Hypothesen.

    Wieder musst Du wissen, um welche Variablentypen es sich jeweils handelt. Ist Dir das noch nicht klar, dann schau Dir dieses Video an:

    Den Überblick über die passenden Methoden für die verschiedenen Variablentypen und auch die Kombination von Variablen findest Du wieder in den gleichen Materialien wie oben in der Stichprobenbeschreibung schon verlinkt. Hier liste ich sie Dir nochmal auf. Und denk wieder dran, dass hier auch schon Signifikanztests enthalten sind, die brauchst Du hier erstmal nicht. Beschäftige Dich erstmal mit den deskriptiven Analysen und den Abbildungen:

    Voraussetzungen prüfen

    Für die einzelnen Signifikanztests und die komplexeren Modelle, die Du später rechnest, gelten häufig einige Voraussetzungen. Du musst also für jede Methode wissen, welche Voraussetzungen die jeweilige Methode an die Daten stellt und wie Du diese prüfen kannst.

    Das erfährst Du in den Materialien in der Mediathek bei den einzelnen Methoden. Schau Dir also das passende Methodenvideo an, das in der Mediathek verlinkt ist.

    Für die Normalverteilung, die bei vielen Methoden, bei denen metrische Variablen beteiligt sind, eine Voraussetzung ist, gibt es ein eigenes Video, in dem ich nur auf die Normalverteilungsvoraussetzung eingehe und Dir zeige, wie Du sie prüfen kannst:

    Manchmal werden Transformationen eingesetzt, um die nicht erfüllte Voraussetzung der Normalverteilung oder auch der Homoskedastizität oder Linearität zu beheben. Dazu findest Du Infos hier:

    Und auch das Bootstrapping kann in vielen Situationen eingesetzt werden, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Wie das funktioniert und wann das möglich ist, findest Du hier:

    Fragebogenanalyse – Gütekriterien des Messinstruments

    ​Zur Fragebogenanalyse und Validierung findest Du unterschiedliches Material in der Mediathek:

    Je nachdem, ob Du eine komplette Validierung durchführen willst oder Deinen Fragebogen nur grob hinsichtlich der Gütekriterien untersuchen möchstest, und auch abhängig davon, wie Dein Studiendesign aufgebaut ist, führst Du unterschiedliche umfangreiche und tief gehende Analysen an der Stelle durch.

      Strukturen entdecken

      Willst Du in Deinen Daten Strukturen entdecken, so verwendest Du dazu explorative Verfahren. Es könnte sein, dass Du Deine Untersuchungsobjekte in Gruppen einteilen willst und dazu die erhobenen Merkmale vewenden möchtest. Dann führst Du eine Clusteranalyse durch (klicke hier für das Material zur Clusteranalyse in der Mediathek).

      Wenn Du viele Variablen erhoben hast und diese zu weniger Variablen – so genannten Faktoren – reduzieren willst. Dann führst Du eine Explorative Faktorenanalyse durch (klicke hier für das Material zur Explorativen Faktorenanalyse in der Mediathek).

        Strukturen prüfen

        Willst Du eine vorgegebene Struktur an Deinen Daten prüfen – zum Beispiel die Faktor-Item-Struktur, so verwendest Du die Konfirmatorische Faktorenanalyse (klicke hier für das Material zur Konfirmatorischen Faktorenanalyse in der Mediathek).

        Willst Du sowohl die Faktor-Item-Struktur prüfen, als auch gleichzeitig Effekt (Pfade) untersuchen, so verwendest Du ein Strukturgleichungsmodlel (klicke hier für das Material zum Strukturgleichungsmodell in der Mediathek).

          Hypothesen generieren

          Um Hypothesen aus Deinen Daten zu generieren untersuchst Du Deine Fragestellung an Deinen Daten explorativ und willst so interessante Zusammenhänge und Unterschiede aufdecken. Dazu verwendest Du deskriptive Methoden und erstellst Abbildungen, genau so, wie das bereits in der deskriptiven Analyse der Fall war. 

          Wieder musst Du wissen, um welche Variablentypen es sich jeweils handelt. Ist Dir das noch nicht klar, dann schau Dir dieses Video an:

          Den Überblick über die passenden Methoden für die verschiedenen Variablentypen und deren Kombinationen findest Du hier:

          In diesen Materialien findest Du bereits auch die Signifikanztests. Streng genommen gehören die nicht zur explorativen Analyse, da es hier ja noch keine Hypothesen gibt, sondern erst welche generiert werden sollen. Trotzdem berichten manche Forscher auch schon in diesem Stadium die p-Werte aus den Signifikanztests. Allerdings sollte beim Berichten dann klar werden, dass es sich dennoch um einen explorativen Ansatz handelte und die Hypothesen, die diese Signifikanztests prüfen, nicht vorab formuliert waren.

          Sehr sinnvoll ist es aber, in diesem Stand der Forschung die Effektstärkemaße mit zu untersuchen und anzugeben. Sie helfen Dir bei der Interpretation der Ergebnisse und sind auch für die Planung von Folgestudien (z.B. Fallzahlplanung) sehr nützlich. Klicke hier für das Material zu den Effektstärkemaßen in der Mediathek.

          Hypothesen prüfen

          Um Deine Hypothesen auf Signifikanz zu prüfen, benötigst Du Signifikantests oder komplexere Modell. Wenn Du erfahren möchtest, wie ein Signifikanztest grundsätzlich funktioniert, dann schau Dir dieses Material an:

          Da die Auswahl der passenden statistischen Methoden – vor allem dann, wenn es um die schließenden Methoden geht – recht komplex ist, habe ich Dir dazu einen Ablaufplan (kurz) und einen Methodenworkshop (ausführlicher) erstellt, die Du gern durcharbeiten kannst, wenn Du Dich hier noch unsicher fühlst:

          Einen Überblick über die passenden Methoden, sortiert nach Variablentypen, findest Du wieder in diesen Materialien (wie schon bei der deskriptiven Statistik oben genannt):

          Wieder musst Du wissen, um welche Variablentypen es sich jeweils handelt. Ist Dir das noch nicht klar, dann schau Dir dieses Video an:

          Außerdem findest Du hier eine Zusammenfassung der Tests auf Lageunterschiede:

          und hier eine Zusammenfassung der Untersuchung von Zusammenhängen:

          Für die komplexeren Methoden findest Du dann jeweils einzelne Punkte in der Mediathek, alphabetisch sortiert. Einerseits für die allgemeinen Methoden (unter “Methoden”) und andererseits dann für die Umsetzung mit der jeweiligen Software (unter “Umsetzung mit SPSS” bzw. “… mit R” bzw. “… mit DATAtab”).

          Ergebnisse berichten

          In den meisten der Materialien zu den einzelnen statistischen Methoden ist am Ende ein Beispiel enthalten, in dem ich Dir zeige, wie Du dieses Ergebnis in Deiner Arbeit berichten kannst. Meist mit ein paar kurzen Sätzen zur Formulierung im Text und der Verwendung der passenden Zahlen im Text und manchmal mit einer Tabelle. Dabei orientiere ich mich soweit wie möglich an den APA-Styles. Schau Dir also das jeweilige Video oder die Slides dazu an. Du findest die Methoden alphabetisch sortiert in der Mediathek unter “Methoden”.

          Eine Anleitung zum allgemeinen Berichten Deiner Ergebnisse in Deiner Arbeit findest Du hier:

          Eine ausführliche Übersicht über die Erstellung und Verwendung von Abbildungen findest Du hier:

          Und eine für die Erstellung und Verwendung von Tabellen hier:

          Ergebnisse interpretieren

          Zum Interpretieren Deiner Ergebnisse beschreibst Du, was die statistischen Ergebnisse nun in Deinem Zusammenhang bedeuten und setzt sie in den größeren Rahmen. Spezielle Statistiktools benötigst Du dazu nicht, sondern verwendest einfach die wichtigsten Deiner Ergebnisse. Insbesondere die Ergebnisse der Signifikanztests und Modelle und auch die Effektstärkemaße sind hier relevant.

          Methoden und Ergebnisse diskutieren

          Nun diskutierst Du bezüglich sowohl Deiner Ergebnisse als auch der Methoden, was ungewöhnlich war, was vielleicht nicht glatt gelaufen ist udn was Du beim nächsten Mal anders machen würdest. Was hier für Deine Arbeit relevant ist, ist natürlich sehr individuell. Aber sicher sind Dir während der Durchführung Deiner Datenerhebung und auch der Datenanalyse einige Dinge aufgefallen. Häufig betrifft das zum Beispiel die Ziehung der Stichprobe und die Fallzahl. Wenn das bei Dir auch relevant ist, schau Dir diese Themen dazu an:

          Es kann auch sein, dass es die Auswahl der statistischen Methoden betrifft oder die Voraussetzungen, die eventuell nicht erfüllt waren. Dann schau Dir das dazu entsprechende Thema in der Mediathek an, wenn Du hier für die Diskussion noch Futter brauchst.